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(Sendung vom 22.07.2001, Wdh. vom 10.06.2001)
Ein Abruzzenschaf für 350 Mark im Jahr
Bis zum Herbst des vergangenen Jahres war Anversa degli Abruzzi
ein kleines verschlafenes Dorf, das sogar in Italien kaum
jemand kannte. Die etwa 300 Einwohner lebten vor allem von
der Landwirtschaft.
Adoptiveltern aus Australien
Das wäre bis heute so geblieben - wenn es nicht Adreano
und seine 1300 wolligen Kollegen gäbe. Denn das Lämmchen
gehört zur ersten Cyberschafherde, die im Galopp die
Herzen der Internetsurfer erobert hat.
Jeder Internetsurfer hat seit Oktober vergangenen Jahres
die Möglichkeit, über die Seite www.asca.dimmidove.com
ein Abruzzenschaf zu adoptieren.
Für 350 Mark Unterhalt pro Jahr erhält der stolze
Adoptivpate Produkte im Gegenwert von mindestens 400 Mark
nach Hause geschickt. Alles garantiert biologisch und gesund.
Sogar aus Australien stammen die Adoptiveltern der Schafe.
Darauf ist Manuela Cozzi besonders stolz. Eines ihrer Schäfchen
in die Hochburg der Schafszucht zu vermitteln schien selbst
ihr am Anfang völlig unmöglich.
Befürchtungen, die völlig unbegründet waren.
Nach Berichten in der New York Times und anderen weltweit
bekannten Medien brach eine wahre E-Mail-Flut über Manuela
Cozzi und ihre Schafherde herein.
Mehr als 650 Surfer sind inzwischen zu Cyberschäfern
geworden und fast 12 000 weitere haben per Mail ihr Interesse
bekundet, ein Schaf zu adoptieren. Bis zu 200 000 Besucher
an einem Tag machen ihre Homepage zu einer interessanten Werbefläche.
Und auch die Zahl der Urlaubsgäste auf ihrem Bauernhof
ist dank des Internetauftritts sprunghaft angestiegen.
URL:http://www.hr-online.de/fs/compass/content/M4/service/cyberschafe.html
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